Anforderungen barrierefreier Websites

Usability, Design und Barrierefreiheit im Webdesign

Erfahren Sie mehr über die Anforderungen barrierefreier Websites und deren Vereinbarkeit mit Design & Usability.

Im heutigen Zeitalter sind barrierefreie Websites für manche Anbieter nicht mehr wegzudecken. Trotzdem gibt es noch viele Betreiber, die sich davor scheuen ihre Website barrierefrei umzusetzen. Dies resultiert nur allzu häufig aus der Angst, dafür Einsparungen beim Design machen zu müssen.

In diesem Beitrag möchten wir zeigen, dass Gestaltung, Usability aber auch Barrierefreiheit in Kombination möglich ist.

Was ist eine barrierefreie Website?

Barrierefreie Websites oder auch barrierefreies Internet bezeichnet sind Web-Angebote die für alle Nutzer, unabhängig von ihren technischen oder körperlichen Einschränkungen, nutzbar sind.

Warum ist das heutzutage wichtig?

Das World Wide Web ist heute eins der meist genutzten Medien. Der Wettbewerb und die Konkurrenz sind groß und Angebotsplatzierungen stark umkämpft.

Die Zeiten des Massen-Contents sind vorbei und Werbeformen wie Native Advertising zielen auf die Interessen des Einzelnen ab. In der Zeit, in der es hauptsächlich darum geht, seine Zielgruppe zu erreichen, kann es sich kaum jemand leisten, eine Website auf den Markt zu schicken, die nicht dem technischen Standard entspricht.

Neben dem technischen Standard, der als Grundvoraussetzung für eine barrierefreie Website dient, spielen auch körperliche Einschränkungen eine große Rolle. Laut Studien des Bundeswirtschaftministeriums (BMWi) sind User mit Einschränkungen von 80% weitaus öfter im Internet als Menschen ohne Behinderung (rund 42 %).

Was beinhaltet der techn. Standard?

Der technische Standard beschreibt grundlegende Techniken, die für barrierefreies Internet notwendig sind.

Diese Techniken lassen sich in verschiedene Bereiche unterteilen:

- Die Skalierbarkeit (Schriftgrößen sollten relativ sein)
- Die logische Struktur
- Darstellung von Elementen mit CSS
- Textalternativen zu grafischen Informationen
- Interaktive Schaltflächen
- Unobtrusive JavaScript

Gestaltung und Usability

Entgegen vieler Vorurteile muss weder die Gestaltung noch die Usability unter einer barrierefreien Aufbereitung leiden. Im Gegenteil: Barrierefreiheit und Usability ergänzen sich und harmonieren zusammen.

Sind die grundlegenden technischen Standards erfüllt, verhelfen schon kleine Mittel zu einer optimalen, barrierefreien Seite, die auch für körperlich eingeschränkte gut zugänglich ist.

1. Inhalt

Bei der Erstellung der Inhalte sollte man in jedem Fall beachten, dass man eine leicht verständliche Sprache verwendet. Fachbegriffe sollten erklärt werden und man sollte darauf achten, nicht zu lange Texte zu verwenden.

2. Schriftart und Größe

Verschnörkelte und schwer zu lesende Schriften sollten vermieden und gegen gut lesbare Schriften getauscht werden. In der mobilen Darstellung sollte man darauf achten, den Zeilenabstand etwas zu erhöhen, um das Lesen zu vereinfachen.

3. Die Menüstruktur

Die Menüstruktur ist das wichtigste Element, um sich auf einer Website zurecht zu finden. Es sollte auf einfache, verständliche Begrifflichkeiten geachtet werden. Die Struktur sollte auch mobil überprüft werden. Zu viele Unterebenen oder lange Begriffe führen eher zu Verwirrung als zum Ziel.

4. Bildmaterial / Iconisierung

Beim Einbinden von Bildmaterial sollte man darauf achten, dass das Bildmaterial die richtige Größe hat. Zu großes Bildmaterial ist für den Nutzer schwer zu erfassen und führt zu längeren Ladezeiten. 
In jedem Fall sind Bildunterschriften sinnvoll - sollte ein Bild mal nicht geladen werden, hilft die Bildunterschrift zumindest etwas weiter.

Die Nutzung von Icons kann den Nutzer dabei unterstützen sich schneller zurecht zu finden. Auch Menschen mit einer Lese-Rechtschreibschwäche finden so das Kontaktformular durch den bekannten Briefumschlag oder die Telefonnummer, die mit einem Hörer gekennzeichnet ist.

5. Die Technik

- Eine Braillezeile hilft blinden Menschen den Text mittels Screenreader zu erfassen.
- Die Möglichkeit zur Skalierbarkeit kann helfen Texte besser lesen zu können.
- Menschen mit Seheinschränkungen benötigen starke Kontraste - ein Umschalten auf einen Kontrastreichen Hintergrund kann hier helfen.
- Tastaturbedingbarkeit ermöglichen: Elemente müssen der Reihenfolge nach angesteuert werden können.
- Das Alt-Atribut kann helfen, zumindestens eine Beschreibung des Bildes auszugeben, sollte dies nicht angezeigt werden.

Fazit

Usability und Barrierefreiheit sind, wenn man sich etwas tiefer damit beschäftigt, gar nicht so weit auseinander. Sie können beim richtigen Einsatz sogar bestens ineinander greifen.
Technische Elemente die dazu verhelfen, die Seite barrierefrei zu gestalten, können von Anfang an in das Design integriert werden und stellen so keine Einsparung dar.

Je nach Zielgruppe und Angebot der Website macht es durchaus Sinn sich bei dem nächsten Webprojekt einmal Gedanken um eine barrierefreie Lösung zu machen.

Wir denken online - gerne auch zusammen mit Ihnen!

Sie sind interessiert einer barrierefreien Lösung? Wir freuen uns auf Ihren Anruf.

Tel. 0511 / 64 21 59 30

pixelcreation Team
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